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Beerdigung

Neue Trauerbroschüre der Ev.Lutherischen Kirche

Die Vereinigte-Evangelische-Lutherische Kirche in Deutschland (VELKD) hat eine neue Broschüre für Trauernde herausgegeben, die Sie hier downloaden können:
dubistmirtaeglichnahe.pdf [1.592 KB]

Die ersten Schritte im Trauerfall

Die ersten Schritte bei Todesfällen

Arzt verständigen und prüfen lassen, ob der Mensch wirklich verstorben ist. Der Arzt stellt dann einen Totenschein aus.Wenn gewünscht Bestattungsinstitut einschalten. Ansonsten folgende weiteren Schritte:Pfarrer verständigen, dabei mögliche Termine für Beerdigung absprechen. Termin für Trauergespräch festlegen. Wenn gewünscht, kann der Pfarrer ins Haus zur Aussegnung kommen, wenn der/die Verstorbene noch im Haus ist.Wenn ein Familiengrab besteht, in das der Verstorbene/die Verstorbene mit begraben werden soll, muß unbedingt ein Steinmetz beauftragt werden, den Grabstein wegzunehmen, damit dann das Grab ausgehoben werden kann.Mit Familienstammbuch und Totenschein zum Standesamt (Stadt Haiger: Fr.Köppen):Termin der Bestattung klärenCa. 10 Sterbeurkunden ausstellen lassen (nachträglich ausgestellte Urkunden werden teurer)Kontaktperson benennen (Ehegatte, Kinder)Ggf. Erbscheine beantragen
Alle weiteren Schritte erfahren Sie über das Standesamt.

Zur Vorbereitung des Gesprächs mit dem Pfarrer

Mit diesen Hinweisen und Schritten können Sie sich ein wenig auf das Trauergespräch vorbereiten. Alles, was dabei gesprochen wird, ist vertraulich und der Pfarrer wird Sie danach fragen, ob etwas von dem Besprochenen nicht vbei der Trauerfeier erwähnt werden soll.

Machen Sie sich, wenn Sie sich danach fühlen vielleicht schon ein paar Notizen zum Lebenslauf des/der Verstorbenen, zu Ihren Wünschen für einen Bibeltext und/oder Lieder.

1. Wer soll bei der Trauerfeier mit in der Anrede erwähnt werden?

2. Zur Lebensgeschichte des Verstorbenen: a) Kindheit und Elternhaus/Familie/ Geschwister/Jugend:

b) Ausbildung und Beruf (Kriegserfahrungen):

c) Ehe/eigene Kinder/Enkel:

d) Was machte der/die Verstorbene gern (Hobbys, Reisen, Urlaub, Vereine,...)?

e) Was war der/die Verstorbene für ein Mensch (Eigenschaften/prägende Erlebnisse/Menschen)?

f) War Kirche und Glaube wichtig für den/die Verstorbene/n? Gottesdienst? Gemeindegruppen? Persönliches Glaubensleben? Hat der/die Verstorbene von ihrem/seinem Glauben gesprochen?

g) Gab es längere Zeiten der Krankheit? Hat N.N. vom Sterben gesprochen? Wie ist N.N. gestorben? Wie haben Sie den Tod von N.N. erlebt?

h) Was soll sonst noch von dem/der Verstorbenen gesagt oder betont werden?

i) Was soll nicht angesprochen werden?

3. Haben Sie für die Traueransprache einen Bibeltext ausgesucht? Liedwünsche? Kaffee? Wann Fürbitte im Gottesdienst?

Fragen rund um die Beerdigung

Beerdigung

1. Wer entscheidet, wie ein verstorbener Angehöriger bestattet wird?

Oft äußern Menschen Wünsche hinsichtlich ihrer Beerdigung. Diese Wünsche sollten nach Möglichkeit auch respektiert werden. Wenn die Bestattungsform im Testament erwähnt ist, müssen Sie sich als Angehörige daran halten. Wenn keine Wünsche geäußert wurden, entscheiden die nächsten Verwandten.



2. Kann jemand, der nicht in der Kirche war, kirchlich beerdigt werden?

Vorbemerkung: Wer aus der Kirche austritt, erklärt damit auch, dass er auf eine kirchliche Trauerfeier verzichtet. Diesen Wunsch gilt es zu respektieren. Statt des Pfarrers kann ein Redner eine Trauerfeier durchführen. Die Kosten für den Redner müssen Sie selbst bezahlen, und die Bestattung gilt dann nicht als kirchliche Bestattung.

Trotzdem eine positive Antwort: Wenn Sie als Angehörige die Durchführung der Trauerfeier durch den Pfarrer wünschen oder sonst Trost suchen, können Sie sich selbstverständlich an Ihre Kirchengemeinde wenden. Denn bei der Trauerfeier steht aus unserer Sicht die Begleitung der Trauernden im Vordergrund.



3. Gibt es eine ökumenische Bestattung?

Nein. Eine Bestattung erfolgt in der Regel in der eigenen Konfession, kann aber auch mit einem Vertreter einer anderen christlichen Kirche bzw. Konfession durchgeführt werden.



4. Kann jemand, der Selbsttötung begangen hat, kirchlich bestattet werden?

Ja, eine Selbsttötung ist kein Hinderungsgrund mehr für eine kirchliche Bestattung.



5. Was ist eine Aussegnung?

Nach der alten Tradition wurde von dem Verstorbenen im Haus Abschied genommen. In vielen Dörfern gibt es diese Tradition der Aussegnung des Verstorbenen im Wohnhaus noch immer. Was viele nicht wissen: Wenn jemand im Krankenhaus verstorben ist, kann er dennoch für eine gewisse Zeit nach Hause geholt und dort aufgebahrt werden. Das erleichtert in manchen Fällen das Abschiednehmen.



6. Was kostet eine Beerdigung?

Neben den Kosten für Sarg, Grab und Kränze können noch Gebühren für die Nutzung der Friedhofskapelle und die Inanspruchnahme des Organsiten hinzukommen. Findet die Trauerfeier in der Kirche statt, ist dies meist kostenlos. In unserer Kirche kann allerdings aus hygienischen Gründen kein Sarg aufgestellt werden, wohl aber eine Urne.



7. Muss bei einer Trauerfeier immer gesungen werden?

Natürlich kann man auf Lieder bei der Trauerfeier verzichten. Aber bedenken Sie, der Gesang kann hilfreich sein und Ihnen in Ihrem Schmerz Tost spenden. auch wenn Sie selbst nicht singen wollen oder können, gibt es meist Menschen im Trauergottesdienst, die mitsingen. eine Alternative ist, neben dem Gesang ein oder zwei Instrumentalstücke spielen zu lassen.