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Dekanat Dillenburg eröffnet zehnte Eintritts-Stell

Eintrittsstelle | Dekanat Dillenburg

„Irgendwann ist die Kirche wieder Thema“
Dekanat Dillenburg eröffnet zehnte Eintritts-Stelle in der EKHN
(www.ev-dill.de)

Dillenburg. „Wagen Sie den Aufbruch! - Treten Sie (wieder) ein.“ Mit diesem kühnen Slogan wirbt das Evangelische Dekanat Dillenburg künftig um neue Kirchenmitglieder. „Das Dekanatsbüro an der Friedrichstraße wird Eintrittsstelle“, sagt Dekan Roland Jaeckle, „Menschen, die sich für eine Mitgliedschaft in der evangelischen Kirche interessieren, stehen wir mit Rat und Tat zur Seite“. Bislang konnten Menschen ausschließlich über das örtliche Pfarramt Mitglied in der evangelischen Kirche werden. Das soll sich nun ändern.

Künftig gibt es zusätzlich die Möglichkeit, bei der Eintritts- Stelle die Mitgliedschaft zu beantragen – unabhängig
davon, ob man schon einmal Kirchen-Mitglied war oder nicht. „Viele Menschen schätzen die größere Anonymität einer Eintritts-Stelle“, sagt Pfarrer Roland Jaeckle, „so gibt es recht positive Erfahrungen aus anderen Dekanaten, die dies zeigen, dass sich Eintritts- Stellen auch im ländlichen Raum bewährt haben.“

Neben dem Dekan werden Pfarrer Paul-Ulrich Rabe, Diakon Holger Jörn Becker-von Wolff und Dekanats- jugendreferent Michael Reschke für die Eintritts-Stelle mit tätig sein. Sie werden die so genannten „Eintritts- Gespräche“ führen. Eine Voraussetzung für die künftige Mitgliedschaft. „Das Gespräch ist aber keine Prüfung. Es dient dazu, dem neuen Kirchenmitglied beim Antrag zu helfen und auf seine Wünsche einzugehen. Es kann ja auch sein, dass sich jemand an eine andere Kirchengemeinde anschließen möchte“, sagt der Dillenburger Dekan.

Manchmal seien die Menschen aus der Kirche ausgetreten, weil sie Ärger mit dem Pfarrer oder anderen Gemeindegliedern hatten. Manchmal spiele aber auch die persönliche Lebenssituation oder das Geld eine Rolle. Manchmal fühlen sich auch Menschen der Kirche zugehörig, die noch gar kein Mitglied sind. „Die Gründe, in die Kirche einzutreten, sind ebenso vielfältig wie die, der Kirche den Rücken zu kehren“, sagt Dekan Roland Jaeckle, „wir möchten mit der übergemeindlichen Einrichtung es den Menschen erleichtern, in die Kirche einzutreten“. Der Dekan ist sich sicher, dass Kirche irgendwann wieder Thema bei jedem Menschen ist, auch wenn er sich zwischenzeitlich von ihr entfremdet hat.

In der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) gab es bislang neun Eintritts-Stellen, die nächsten liegen in Gladenbach oder in Gießen. Auch die Evangelische Kirche im Rheinland bietet in Wetzlar eine Eintritts-Stelle an. Diese sind oft verbunden mit so genannten „Kirchenläden“ oder „City-Kirchen-Angeboten“ wie etwa in Mainz oder in Frankfurt. „Dafür sind wir in Dillenburg zu klein“, sagt Roland Jaeckle, „deshalb wird auch die Zahl der Eintritte nicht wirklich hoch sein.“ Dennoch sei es wichtig, auf das Interesse der Menschen zu reagieren und eine solche Einrichtung anzubieten.

Wer Mitglied der evangelischen Kirche werden möchte, kann mit dem örtlichen Gemeindebüro Kontakt aufnehmen oder sich an die Eintritts-Stelle in Dillenburg wenden.

Die Eintritts-Stelle ist zu finden in den Räumen des evangelischen Dekanates Dillenburg, Friedrichstraße 2. Die Sprechzeiten sind montags bis freitags 9 bis 12.30 Uhr sowie donnerstags 16 bis 18 Uhr. Zudem können individuell Termine vereinbart werden unter der Telefonnummer 02771 / 26778-13.
Hier gibt es nähere Informationen zum Kircheneintritt:eintrittstelleflyeraktuell.pdf [298 KB]