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Weiter keine evangelische Trauung ohne Standesamt

Damstadt, 10.Juli 2008.
Die Änderungen im neuen Personenstandsgesetz der Bundesrepublik Deutschland bezüglich kirchlicher Trauungen werden keine Änderungen in der Praxis der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau zur Folge haben. Darauf hat die Stellvertreterin des Kirchenpräsidenten der EKHN, Oberkirchenrätin Cordelia Kopsch, hingewiesen. Das neue Gesetz sieht vor, die standesamtliche Eheschließung nicht länger zur Vorbedingung für eine kirchliche Trauung zu machen.
Kopsch betonte, anders als in der öffentlichen Berichterstattung bisweilen behauptet, werde die EKHN Wünsche nach einer ausschließlich kirchlichen Trauung auch weiterhin nicht erfüllen können. Der Staat könne nicht in geltendes Kirchenrecht eingreifen und deshalb gelte die Lebensordnung der EKHN weiter, in der es heiße: „Die kirchliche Trauung hat die vorangegangene bürgerliche Eheschließung zur Voraussetzung.“
Hohe Übereinstimmung zwischen staatlichem Eherecht und evangelischem Verständnis von Ehe.
In dieser Frage, so Kopsch weiter, gebe es völlige Einigkeit nicht nur zwischen den beiden hessischen Kirchen, sondern auch in der Evangelischen Kirche in Deutschland. Man sehe „zwischen dem evangelischen Verständnis von Ehe und Eheschließung einerseits und dem staatlichen Eherecht andererseits ein Maß an Übereinstimmung, das die Anknüpfung der kirchlichen Trauung an die standesamtliche Eheschließung auch weiterhin nahe legt.“
Eine standesamtlich geschlossene Ehe biete beiden Partnern Rechtssicherheit und schütze die Schwächeren. Deshalb gebe es keinen Grund, die Verknüpfung zu lösen und das kirchliche Recht zu ändern, so verständlich Wünsche nach einer ausschließlich kirchlichen Trauung im Einzelfall auch sein mögen.

Quelle: Newsletter der EKHN, Nr.: 404/2008