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Ein Leben vom Glauben geprägt-Frere Roger

Ein Leben vom Glauben geprägt-Frere Roger

Ein Leben vom Glauben geprägt-Frere Roger

(www.ekd.de)
Mit fassungsloser Bestürzung und in persönlicher Betroffenheit hat der Ratsvorsitzende der EKD, Bischof Wolfgang Huber, auf den gewaltsamen Tod von Frère Roger reagiert. In einer ersten Reaktion hat der Ratsvorsitzende das aufrichtige Mitgefühl vieler evangelischer Christen in Deutschland in Worte gefasst. Es gilt in diesen Stunden der Gemeinschaft von Taizé, die der Protestant Roger Schutz gegründet und länger als ein halbes Jahrhundert geprägt hat. Die Begegnung, der persönliche Austausch und das gemeinsame Gebet sind für viele prägend in ihrem Leben und damit unvergesslich geworden. Frère Roger war ein Mensch der Versöhnung, des Trostes und der Zuversicht aus dem Glauben.

Als Gründer und Prior der Gemeinschaft in Taizé hat Frère Roger unzählige Menschen eine geistliche Heimat finden lassen. In vielen evangelischen Gemeinden werden regelmäßig Gottesdienste nach der Liturgie der Brüder von Taizé und mit den Liedern dieser Gemeinschaft gefeiert. Der Lebensweg Frère Rogers war geprägt von einem tief im Glauben wurzelnden Engagement für die Versöhnung zwischen den Völkern und den Religionen. Aus diesem Selbstverständnis entstand auch das eigenständige ökumenische Profil der Gemeinschaft im Burgund.

Nachdem der Schweizer Protestant Roger Schutz 1940 in Frankreich zusammen mit Gleichgesinnten eine Gemeinschaft gründete, die Juden vor den Nazis versteckte und Flüchtlingen Schutz gab, wuchs diese von ihm gegründete Kommunität zu einer Quelle des ökumenischen Miteinanders.

Dass Frère Roger von dem damaligen Kardinal Josef Ratzinger die Eucharistie empfing, als er am Trauergottesdienst für Papst Johannes Paul II. teilnahm, ist zu einem letzten und prägenden Bild seines ökumenischen Engagements geworden. Der gewaltsame Tod des 90-jährigen während der Zeit des katholischen Weltjugendtages zeichnet die ökumenische Verbindung auf unfassbar tragische Weise nach.