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Zitate von Bonhoeffer

Zitate von Bonhoeffer

Zitate von Bonhoeffer

(www.jesus-online.de)
Gott tröstet – Bonhoeffers Vermächtnis
Obwohl die Welt ohne Gott scheint …
...abendländische Gottlosigkeit … unterscheidet sich völlig von dem Atheismus einzelner griechischer, indischer, chinesischer und abendländischer Denker. Sie ist nicht die theoretische Leugnung der Existenz eines Gottes. Sie ist gerade in Deutschland … betont christliche Gottlosigkeit. Sie wendet sich in der Gestalt aller möglichen Christentümer, ob sie nun nationalistisch, sozialistisch, rationalistisch oder mystisch seien, gegen den lebendigen Gott der Bibel, gegen Christus.
„Ethik“
… steht unsere Zeit in Gottes Händen.

Ich glaube, daß Gott aus allem, auch aus dem Bösesten, Gutes entstehen lassen kann und will. Dazu braucht er Menschen, die sich alle Dinge zum Besten dienen lassen. Ich glaube, daß Gott uns in jeder Notlage soviel Widerstandskraft geben will, wie wir brauchen.
Aber er gibt sie nicht im voraus, damit wir uns nicht auf uns selbst, sondern allein auf ihn verlassen. In solchem Glauben müßte alle Angst vor der Zukunft überwunden sein. Ich glaube, daß auch unsere Fehler und Irrtümer nicht vergeblich sind, und daß es Gott nicht schwerer ist, mit ihnen fertig zu werden, als mit unseren vermeintlichen Guttaten. Ich glaube, daß Gott kein zeitloses Fatum ist, sondern daß er auf aufrichtige Gebete und verantwortliche Taten wartet und antwortet.
„Widerstand und Ergebung“
Gott hört uns zu …
Der erste Dienst, den einer dem andern in der Gemeinschaft schuldet, besteht darin, dass er ihn anhört. Wie die Liebe zu Gott damit beginnt, dass wir sein Wort hören, so ist es der Anfang der Liebe zum Bruder, dass wir lernen, auf ihn zu hören. Es ist Gottes Liebe zu uns, dass er uns nicht nur sein Wort gibt, sondern uns auch sein Ohr leiht.
„Gemeinsames Leben“
…und spricht uns persönlich an.
Wir lesen in der Meditation den uns gegebenen Text auf die Verheißung hin, dass er uns ganz persönlich für den heutigen Tag … etwas zu sagen habe, dass er nicht nur Gottes Wort für die Gemeinde, sondern auch Gottes Wort für mich persönlich ist. Wir setzen uns dem einzelnen Satz und Wort so lange aus, bis wir persönlich getroffen sind… Es ist kein leeres Warten, sondern ein Warten auf klare Verheißung hin. Oft sind wir so überlastet und überhäuft mit Bildern, Sorgen, dass es lange dauert, ehe Gottes Wort das alles beiseite geräumt hat und zu uns durchdringt. Aber es kommt gewiß, so gewiß Gott selbst zu den Menschen gekommen ist und wiederkommen will…
Es ist nicht nötig, dass wir in der Meditation durch den ganzen Text kommen. Oft werden wir bei einem einzigen Satz oder gar einem Wort stehen bleiben müssen, weil wir von ihm festgehalten werden...
„Gemeinsames Leben“
Er gibt uns Hoffnung hier und jetzt …
Nun sagt man, das Entscheidende sei, daß im Christentum die Auferstehungshoffnung verkündigt würde, und dass also damit eine echte Erlösungsreligion entstanden sei. Das Schwergewicht fällt nun auf das Jenseits der Todesgrenze… Erlösung heißt nun Erlösung aus Sorgen, Nöten, Ängsten und Sehnsüchten, aus Sünde und Tod in einem besseren Jenseits. Sollte dieses aber wirklich das Wesentliche der Christusverkündigung der Evangelien und des Paulus sein? … Ich bestreite dies…Das Diesseits darf nicht vorzeitig aufgehoben werden. Christus … faßt den Menschen in der Mitte des Lebens.
„Widerstand und Ergebung“
…trotz mancher Dunkelheit.
Gott, zu Dir rufe ich in der Frühe des Tages. Hilf mit beten und meine Gedanken sammeln zu Dir; ich kann es nicht allein.
In mir ist es finster, aber bei Dir ist das Licht; Ich bin einsam, aber Du verläßt mich nicht; ich bin kleinmütig, aber bei Dur ist die Hilfe; ich bin unruhig, aber bei Dir ist der Friede; in mir ist Bitterkeit, aber bei Dir ist die Geduld; ich verstehe Deine Wege nicht, aber bei mir Du weißt den Weg für mich.
„Widerstand und Ergebung“

Zusammengestellt von

Michael Gerster

Erschienen am: 11.04.2005